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Bücher zu verschenken!

Wenn man viel unterwegs ist, dann kommt man auch viel zum Lesen. Häufig habe ich bisher noch richtige Bücher gelesen. Doch nach dem Lesen stellt man das Buch meistens für immer in den Schrank.

Das nimmt zum einen irrsinnig viel Platz weg, zum anderen finde ich es sehr schade, dass keiner mehr was davon hat. Daher behalte ich meine Bücher nicht. Ich „verschenke“ sie. Das verschenken steht in Anführungszeichen weil ich selber zwar kein Geld möchte, ich aber dennoch darum bitte, dass man für jedes Buch ein wenig Geld spendet.

Die Spenden für die Bücher werden in einer Spardose gesammelt und kommen dann unserem örtlichen Kindergarten zu gute. Wer also ein Buch haben möchte, der kommt einfach vorbei oder schickt mir eine Email.

Aktuelle Bücherliste gibt es immer hier.

Bücherliste
Buchtitel Autor Typ Sprache
Vorname Nachname
Das Opfer John Katzenbach Hardcover Deutsch
Das Rätsel John Katzenbach Taschenbuch Deutsch
Das tötliche Gebot Mark T. Sullivan Taschenbuch Deutsch
Panik Mark T. Sullivan Taschenbuch Deutsch
Toxic Mark T. Sullivan Taschenbuch Deutsch
Limit Mark T. Sullivan Taschenbuch Deutsch
Mystik Mark T. Sullivan Taschenbuch Deutsch
Die fünfte Frau Henning Mankell Taschenbuch Deutsch
Die weiße Löwin Henning Mankell Taschenbuch Deutsch
Willkommen im Meer Kai-Eric Fitzner Taschenbuch Deutsch
Nur wer sich ändert wird bestehen. Friedrich Merz Taschenbuch Deutsch
Winter Starre Joachim Rangnick Taschenbuch Deutsch
In eisigen Höhen John Krakauer Taschenbuch Deutsch
Ohne ein Wort Linwood Barclays Taschenbuch Deutsch
Erbarmen Adler Olsen Taschenbuch Deutsch
Das Fehlurteil James Grippando Taschenbuch Deutsch
Der Engelspapst Jörg Kästner Taschenbuch Deutsch
DIe Wand Marlene Haushofner Taschenbuch Deutsch
The Chemistry of Death Tesss Gerritsen Taschenbuch Englisch
Written in Bones Simon Beckett Taschenbuch Englisch
The Girl in 6e A.R. Torre Taschenbuch Englisch
Victim Chris Mooney Taschenbuch Deutsch
Das Buch der Namen Gregory Tintori Taschenbuch Deutsch
Der siebte Tod Paul Cleave Taschenbuch Deutsch
Das System Karl Disberger Taschenbuch Deutsch
Schattenblume Karin Slaughter Taschenbuch Deutsch
Spiel unter Freunden P.J. Tracy Taschenbuch Deutsch
Voodoo Nick Stone Taschenbuch Deutsch
Vater Unser Jilliane Hoffmann Taschenbuch Deutsch
Black Out Marc Elsberg Taschenbuch Deutsch
Pixie Andrea Mohr Hardcover Deutsch
Die Quelle Catherine Chanter Hardcover Deutsch
Apfeldiebe Michael Tietz Hardcover Deutsch
Rattentanz Michael Tietz Hardcover Deutsch
Ausgebrannt Andreas Eschbach Hardcover Deutsch
Welt in Angst Michael Crichton Hardcover Deutsch
Mordshunger Frank Schätzling Hardcover Deutsch
Die dunkle Seite Frank Schätzling Hardcover Deutsch
Lautlos Frank Schätzling Hardcover Deutsch
Limit Frank Schätzling Hardcover Deutsch
Der Schwarm Frank Schätzling Hardcover Deutsch
Ausgesetzt James W. Nicholas Taschenbuch Deutsch
Geheimdienst Makaze Clive Cussler Taschenbuch Deutsch
Das Maya Ritual Patrick Dünne Taschenbuch Deutsch
Verstummt Karin Slaughter Taschenbuch Deutsch
Ein König für Deutschland Andreas Eschbach Taschenbuch Deutsch
Totengrund Tess Gerritsen Taschenbuch Deutsch
Der Meister Tess Gerritsen Taschenbuch Deutsch
Scheintot Tess Gerritsen Taschenbuch Deutsch
Grabkammer Tess Gerritsen Hardcover Deutsch
Schwesternmord Tess Gerritsen Taschenbuch Deutsch
Todsünde Tess Gerritsen Hardcover Deutsch
Blutmale Tests Gerritsen Hardcover Deutsch
Das geheime Abendmahl Javier Sierra Hardcover Deutsch
Der Schatten des Chamäleons Minette Walters Hardcover Deutsch
Die stumme Bruderschaft Julia Navarro Hardcover Deutsch
Die Wächter David Baldacci Hardcover Deutsch
Der Anwalt John Grisham Hardcover Deutsch
Echo einer Winternacht Val Mc Dermid Hardcover Deutsch
Blutbeichte Alex Barclay Harcover Deutsch
Der Afgahne Frederick Forsyth Hardcover Deutsch
Gottlos Karin Slaughter Hardcover Deutsch
Das Magdalena Evangelium Kathleen Mc Gowan Hardcover Deutsch
Der Schatten von Thot Michael Peinkofer Hardcover Deutsch
A long way down Nick Hornby Hardcover Deutsch
Der Marlow Code Leslie Silbert Hardcover Deutsch
Unmoralisch Brian Freeman Hardcover Deutsch
Meteor Dan Brown Hardcover Deutsch
Iluminati Dan Brown Taschenbuch Deutsch
Das verlorene Symbol Dan Brown Hardcover Deutsch
Sakrileg Dan Brown Hardcover Deutsch
Diabolus Dan Brown Hardcover Deutsch
Inferno Dan Brown Hardcover Deutsch
Sakrileg (Ilustrierte Ausgabe) Dan Brown Hardcover Deutsch
Guinness World Records 2006 Guinness World Record Hardcover Deutsch
The Autobiograhy of Martin Luther King Clayborne Carson Taschenbuch Englisch
Ich finde dich Harlan Coben Taschenbuch Deutsch

TIP – Vorbereitung und Gepäck für eine Geschäftsreise

Nachdem mich immer wieder der Eine oder Andre gefragt hat, wie man denn am besten eine Geschäftsreise vorbereitet, möchte ich euch hier mal meinen Weg zeigen.

Grundlage:
Jede Geschäftsreise ist anders. Ich werde euch hier auch keine Tips zum Meeting selber geben. Das ist ja alles so individuell, dass man dafür wahrscheinlich einen ganz eigenen Artikel schreiben könnte. Nur soviel dazu, mir ist es immer wichtig mindestens einen Abend mit meinem Geschäftspartner zu verbringen. Das kann der Abend am Anreise-tag oder der Abend nach dem Meeting sein. Wenn ihr nur ein Meeting habt, dann macht es durchaus Sinn auch noch eine zweite oder gar dritte Nacht einzuplanen um zum einen entspannter am nächsten Tag abreisen zu können oder um mit dem Partner noch einen Freizeittag zu verbringen. Das hier im Detail zu erörtern wäre aber sicher einen eigenen Artikel wert. Darum kümmere ich mich hier um das drum herum. Die Vorbereitung, das Gepäck usw. Damit ihr meine Ansätze versteht, müsst ihr wissen, dass ich meist 5 – 10 Tage unterwegs bin und dabei bis zu 7 Meetings auf einem Kontinent durchziehe. Daher mag manches übertrieben sein. Deshalb denkt immer an euren eigenen Terminkalender.

Im Anflug auf Bali

Im Anflug auf Bali

Das ganze geht natürlich mit den Unterlagen los. Für jedes Meeting richte ich mir eine Mappe mit den wichtigsten Unterlagen und den Themen die ich besprechen möchte. Ich hab das auch schon auf dem iPad gemacht. Das erfassen von Notizen hat sich hier aber häufig als störend erwiesen, wohingegen Papier tatsächlich noch eine gewisse Akzeptanz hat. Deshalb nutze ich für Präsentationen ein iPad und einen Laptop, für Notizen jedoch ein Blatt Papier.

Neben den Mappen fürs Meeting richte ich mir einen Schnellhefter mit allen Reiseunterlagen. Darin enthalten sind das Flugticket, alle Hotelreservierungen, Mietwagenreservierungen, Bahntickets usw. Vor allem an abgelegenen Flughäfen oder Flughäfen in unsicheren Gegenden, muss man ein gedrucktes Ticket vorweisen können. Für den Fall, dass ich die Mappe verliere oder etwas kaputt geht, habe ich den kompletten Inhalt als Kopie in meiner Dropbox gespeichert. Dropbox kann von jedem Computer der Welt und von jedem Handy erreicht werden. Somit hat man die beste Möglichkeit auch verlorene Unterlagen schnell wieder auszudrucken.

Als nächstes wird der Trolly für die Meetings vorbereitet. Darin habe ich meinen Laptop, meine Reiseunterlagen und die Mappen für die Meetings. Zudem befinden sich Kugelschreiber, Visitenkarten und die Stromkabel darin. Der Trolly ist das wichtigste Utensil und sollte sehr hochwertig sein. Schließlich geht man damit auch zum Kunden. Ich selber nutze einen Trolly von Samsonite, welcher sicher schon 5 – 6 mal um die Erde geflogen ist. Das wichtigste in diesem Trolly ist jedoch mein „First Aid“ Kit. Das ist eine kleine Tasche in der ich Imodium Akut, Elektrolyte, Kopfschmerztabletten und Desinfektionstücher habe. Zudem habe ich immer zwei Pack Tempotaschentücher in der Nähe deponiert. Zur Erklärung, muss ich vielleicht erwähnen, dass ich ausschließlich durch Asien reise. Dort sind die hygienischen Vorraussetzungen nicht immer ideal. Das „First Aid“ kit habe ich auch in meinem Hygienebeutel. Das macht deshalb Sinn, da man im Falle eines Falles schnell reagieren kann. Wenn das alles drin ist, kommt das zweitwichtigste. Das ist ein frisches Hemd, eine Unterhemd, eine Unterhose ein Paar Socken und eine Krawatte. Gerade wenn das Meeting kurz nach der Anreise stattfindet, hat man so die Möglichkeit, auch bei Verlust des Koffers noch einigermaßen passabel auszusehen. Zu guter Letzt kommt dann noch ein Satz geräuschreduzierender Kopfhörer dazu. das ist ein absolutes muss für Leute die häufig fliegen. Ich selber verwende die BEATS Studio.

Wenn der Trolly fertig ist, kommt meine Handtasche dran. Das ist ein kleiner Umhängebeutel in dem ich wieder ein Pack Tempos habe, mein iPad und meine Reisemappe. Die Reisemappe enthält meinen Ausweis, eine Kreditkarte und alle Meilenkarten bzw. Hotelkarten wie z.B. Frequent Traveler, Skyteam, OneWorld, Aclub usw. Sie dient auch dazu die Bordkarten für Anschlussflüge und die Gepacktickets sicher zu verwahren. Kurz vor betreten des Flugzeuges hänge ich mir meist die Kopfhörer, welche in einer sicheren Schatulle verstaut sind, mit der Schatulle an die Handtasche. Dadurch kann ich den Trolly getrost im Gepackfach lassen und habe alle wichtigen Dinge in einem kleine Täschchen an meinem Sitz.

Um die Ausstattung zu komplettieren, kommt mein iPhone dazu. Das habe ich immer in der Hosentasche. Dort sind alle Apps aller Fluglinien drauf, sowie meine wichtigsten Apps. Zum einen ist das „Flug+“. Diese App hilft einem alle Flüge zu verwalten ohne ständig die Reisebestätigung raus kramen zu müssen. Zudem gibt diese App Informationen über das Gate, die Einstiegszeit, Verspätungen und Sitzplätze im Flughafen.

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Des Weiteren ist dies „Priority Pass“. Zu dieser App muss man sagen, dass es Flughafen gibt oder Flug-Konstellationen bei denen man nicht in eine Airline Lounge kann. Wenn man nicht häufig fliegt, dann geht das sowieso nicht. Piority Pass ist eine Art Lounge Vereinigung. Gegen eine Gebühr von € 100 bis €300 im Jahr darf man eine gewisse Anzahl von Lounges pro Jahr besuchen. Über mein Konto bei meiner Bank habe ich diese Karte mit unbegrenztem Lounge Zugang Kostenlos erhalten. Dadurch kann ich an jedem Flughafen auf der Welt in eine Lounge sitzen. Das macht das Reisen natürlich sehr viel Angenehmer und hilft einem effizienter zu arbeiten. Durch diesen Vorteil habe ich schon häufig wichtige Dinge auf dem Flughafen erledigt.
Die dritte App ist „Seatguru„. Die ist vor allem bei der Sitzplatzwahl wichtig. Ich bin jetzt jedoch absoluter Egoist und werde euch nicht verraten wo die besten Plätze sind und wie man die bekommt. Bei einer Körpergröße von über 2m ist das sehr wichtig. Daher verzeiht mir den Egoismus.

Weiter geht es mit dem Hauptgepäck. Dazu habe ich zwei Grundsätzliche Regeln.
-Pro Tag einen Satz Klamotten. Diese Regel erleichtert einem die Auswahl der Menge der Klamotten und garantiert einen gewissen Satz an Backup Kleidung. Das ist äußerst wichtig, denn häufig hat man keine Zeit oder keine Gelegenheit ein defektes Kleidungsstück schnell zu ersetzen. Vor allem, wenn man kaum persönliche Zeit eingerechnet hat. Die zweite Regel ist, immer eine Kreditkarte pro Gepäckstück. Warum erfahrt ihr hier.

Dann gibt es natürlich noch den Unterschied zwischen Reisetag und Meetingtag und den Tagen an denen man vom Meeting direkt in den Flieger steigt.Für den Reisetag wähle ich immer eine schwarze Jeans,eine robustes Baumwollhemd und bequeme Schuhe. Zudem habe ich immer eine Jacke dabei. Selbst wenn ich am Äquator herumreise. Gerade im Flieger wird es häufig mal Kalt. Zudem habe ich eine Jacke mit Brillenfach dabei, was verhindert, dass meine Brille im Flugzeug verloren geht.Für das Meeting nehme ich immer entsprechende Kleidung mit. Das kann von Kurzarm mit Krawatte bis hin zum Anzug gehen. Abhängig von den Landes typischen Gepflogenheiten. Grundsätzlich trage ich jedoch eine Krawatte. Ich gehe hierbei davon aus, dass dies von einem repräsentativen deutschen Geschäftsmann erwartet wird. Hierbei gleich ein Tip. Nehmt euch auch was sehr legeres und schludriges mit. Gerade Morgens beim Frühstück liebe ich es einfach in bequemen Klamotten zu essen. Zudem verhindere ich damit, dass es Kaffeeflecken auf dem neuen Hemd gibt. Wenn du also dein Outfits für jeden Tag komplett hast, dann packe eine zusätzliche Hose ein. Auch das gilt der Sicherheit und ist Gold wert. Nach den Klamotten kommt der Rest. Dazu gehören immer zwei Paar Schuhe für die Meetings. Auch hier gilt eines als Backup. Dann sollte man genügend Reiseadapter dabei haben. An dieser Stelle sei angemerkt, dass ich immer auch einen ganz einfachen Stecker von zwei Pin auf US dabei habe. Solche Stecker gibt es für 2 Euro meist in Asien, erfüllen keine Sicherheitsnorm und sind dennoch Gold wert. Schließlich kommt dann noch eine Ersatzbrille und eine Kreditkarte in den Koffer. Wenn dann alles passt, stecke ich Lenor Trocknertücher dazu. Die helfen, dass die ganze Wäsche länger frisch riecht und dass auch mit zuzunehmender Schmutzwäsche immer ein frischer Wind im Koffer weht.
Bei der Koffergröße bin ich flexibel. Ich reise mit TITAN X2 4W Koffern und habe diese in allen Größen (S, M, XL). Die Koffer sind preiswert, im mittleren Preissegment positioniert, sehen stylisch aus und sind sehr robust. Wenn dann doch mal was defekt war, hat der Service von Titan sehr gut funktioniert. Vor allem aber kaufe ich die Koffer weil sie „Made in Germany“ sind sich die Qualität der Koffer bis jetzt bewährt hat.

Packliste:
Ich habe lange experimentiert, was wohl die beste Methode ist um dies mit einer Packliste abzusichern. Auch hier habe ich verschiedenste Apps probiert. Leider hat mir keine so gepasst wie ich es brauche. Daher habe ich mir einfach eine Notiz erstellt, die ich mir jedes mal Ausdrucke und dann abhake. Das ist zwar total uncool und oldschool, funktioniert aber einfach am Besten.

Meine Liste sieht im Grunde übrigens so aus:

– Unterwäsche für jeden Reisetag
– Hemden entsprechend
– Krawatten
– Anzug wenn nötig
– Stoffhose
– Gürtel
– ReiseJeans
– Backup Hose
– Reisemappe mit Backup Kreditkarte, Meilenkarten,
– Reisepass
– Backupreisepass
– Reisegeldbeutel mit Kreditkarten, I-D Card.
– Reiseplan
– Meetingplan
– Reiseadapter
– Laptop
– Ladegerät Laptop
– Kamera mit vollem Akku
– Ladegerät Geschäftshandy
– Ladegerät iPhone
– iPad
– iPhone
– Geschäftshandy
– Kulturbeutel mit Rasierer, Medikamenten, Zahnbürste und Paste.
– zweites Paar Schuhe
– T-Shirt

So das wars. Jetzt wisst ihr wie ich das mache. Noch ein paar Fakten zu meiner Reisetätigkeit. Ich fliege ca. alle 2 – 3 Wochen für etwa 5 – 10 Tage nach Osten. Mein Einsatzgebiet erstreckt sich vom nahen Osten bis hin nach Neuseeland. Insgesamt mache ich ca. 150 000 bis 200 000 Meilen jedes Jahr.

Wenn ihr Fragen habt, einfach melden. Ansonsten wünsche ich euch allzeit guten Flug.

Am 13 Januar in Bangkok zu sein, war nicht die beste Idee.


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Als ich diese Reise vor einigen Monaten geplant hatte, konnte ich ja noch nicht ahnen, was da auf mich zukommt. Normalerweise schreibe ich nicht über meine Geschäftsreisen. Aber Tag 2 der Januar Tour 2014 hat es definitiv verdient.

Die Anreise nach Bangkok verlief, wie bei EMIRATES üblich, ganz angenehm. Pünktlich 20 vor Plan kamen wir an. Auch am Flughafen ging alles Reibungslos. Selbst der Taxifahrer in die Stadt war nett. Allerdings hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Denn kurz zuvor hatte ich einen Kollegen angerufen und wollte mit Ihme was für Samstag ausmachen. Der ist aber mit seiner Familie geflüchtet, da es wohl Massenproteste gibt.

Auf dem Weg zum Hotel ging dann bald nichts mehr. Das Ergebnis war, dass mein Hotel komplett unerreichbar war. Irgendwie haben sich alle Proteste dort gesammelt. Ok, schnell umdisponiert und wieder raus aus der Stadt. Laut Taxifahrer, der 20 Minuten telefoniert hatte“ gibt es ein Zimmer in einem guten Hotel außerhalb. Dort angekommen, war dann aber nichts mit Zimmer. Glücklicherweise kannte ich sowohl diese Hotel als auch ein paar drumherum. Also ab ins nächste Taxi und alle Hotels abgeklappert. Leider waren jedoch alle belegt.

Beim letzten hab ich mich dann ganz frech in die Internet Ecke gesetzt und angefangen zu recherchieren. Tja was will man sagen. Alle verfügbaren Hotels lagen in der Stadt. Ok, ich habe mich dann für das Novotel Ploenchit entschieden. Das hatte ich vorher schon mal gesehen und konnte dort noch keine Protestanten ausmachen. Tja, das wusste aber nur ich und der Mann an der Rezeption dort. Der Taxifahrer weigerte sich vehement dort hin zu fahren. Es brauchte also noch weitere Minuten, bis ich Ihn überzeugen konnte.

Nun bin ich endlich in Bangkok angekommen. Und hier nun einige Fotos der Demo heute.

Update 19.01.14: Hier auch noch ein Video.

 

Neverever again Air China, a Star Alliance member!

Die Überschrift lässt es schon vermuten, das wird keine Lobeshymne auf die Air China. Das hier wird ein Tatsachenbericht welcher für mich bedeutet, dass ich auf keinen Fall wieder in einen ihrer Flugzeuge reisen werde.

Es begann alles am 6.07.2013, gegen 22:00 Uhr. Ich war auf den Flug CA948 welcher planmäßig am 07.07.2013 um 03:35 von Delhi nach Peking hätte abheben sollen. Wie immer schaue ich kurz vor der Abfahrt zum Flughafen noch mal schnell nach, ob der Flug verschoben ist oder sonnst irgendwelche Infos online sind. Das war nicht der Fall. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon herausgefunden, dass man für Delhi nicht online einchecken kann und dass der gleiche Flug am Vortag gecancelt wurde. Ich dachte mir nichts dabei, da ja für heute alles zu stimmen schien.

Am Flughafen angekommen kam dann die Ernüchterung. Der Flug war für 3:35 geplant, allerdings für 7:30 erwartet. In Erwartung im Flieger schlafen zu können hatte ich natürlich vorher kaum geschlafen. Ich habe dann trotzdem eingecheckt. Der Plan war anschließend zurück ins Hotel zu fahren und noch mal etwas zu schlafen. Leider hat das Hotel mir auf Anfrage dann mitgeteilt, dass ich nicht noch mal einchecken kann ohne erneut bezahlen zu müssen. Also wurde diese Plan verworfen. Da ich ja auf jedem Flughafen der Welt in die Lounges kann, habe ich es mir dann halt auf einem Sessel gemütlich gemacht. Ein gutes Glas Whiskey und zwei Bier später konnte ich zumindest etwas dösen. Hier bleibt übrigens zu erwähnen, dass Air China sich in keiner Weise für die Verspätung verantwortlich fühlte. Es gab also weder einen Gutscheine zum Essen noch sonnst etwas.

Nahezu pünktlich konnte ich dann das Flugzeug besteigen. Der Vogel hatte schon bessere Zeiten hinter sich. Von außen sah er so dreckig aus, dass man meines konnte die Airline fliege nicht in weiß und rot sondern in weiß, rot und grau. Innen ebenfalls Ernüchterung. Für einen 6,5 Stundenflug gab es kaum Komfort. Keine Kopfstützen, keinen Fernseher und überall Beschädigungen an der Einrichtung. Den Flug habe ich damit verbracht zu schlafen oder zu dösen. Hatte ja die ganze Nacht nicht richtig geschlafen. Vor Peking kam dann endlich die Ansage, dass in Kürze gelandet wird. Aus der Kürze wurde dann ein endloses warten. Ich glaube ich kenne nun den gesamten Luftraum über Peking. Zumindest bin ich gefühlt schon überall gewesen. Das sah dann auch auf der Anzeige des Flugstatus dementsprechend aus. Ja man beachte, so etwas gab es. Es war ein Bildschirm an der Wand, den sich 10 Leute pro Reihe und ungefähr 30 Reihen teilen durften. Nach mehr als einer Stunde Taxi, waren wir dann endlich unten. Die Einreise verlief problemlos. Jetzt ging es daran sich um einen Anschlussflug zu kümmern. Der eigentliche war ja schon weg.
Wir wussten nicht ob unser Gepäck zum Zielflughafen gesendet wurde oder ob wir. es holen müssen. Diese Info konnten wir dem unfreundlichen Mitarbeiter in Delhi nicht entlocken. Nachdem wir uns von Pontius zu Pilatus durchgefragt hatten, wussten wir, dass wir erstmal das Gepäck holen müssen und dann wieder zum Domestic Schalter kommen sollen um nach einem Flug nach Hohhot (HET) zu schauen. Bis dahin war das auch kein Problem. Es war ca 16:00 Uhr und ich wusste, dass es an diesem Tag noch zwei Flüge mit der Air China nach Hohhot gab. Am Gepäckband angekommen, lief das Band auch gleich los.
Für mich ging das Bange warten los. Hatte der Mitarbeiter in Delhi doch im Eifer mein Gepäcktag nicht auf den Boardingpass geklebt, bzw. in all dem hin und her auf einen Pass den er später neu machen musste. Müde wie ich war, habe ich das erst im Flieger realisiert.
Ich hatte mich innerlich also schonmal mit der Möglichkeit abgefunden kein Gepäck zu bekommen. Ich bin Vielflieger mit einigen 100 Flügen, daher war der Verlust des Gepäcks zwar ärgerlich, hätte aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel gemacht. Ich habe immer einen Satz Wäsche im Handgepäck. Dadurch hätte ich den Termin in Hohhot und den Heimflug auch so gestemmt gebracht. Ärgerlich wäre dann nur der finanzielle Verlust gewesen, welcher mir aber hier und jetzt erstmal egal war.
Ok, aber soweit war es ja noch nicht und das Band lief ja. Allerdings ging es keine halbe Stunde, als alle Koffer weg waren und nur noch vereinzelt Leute am Band standen. Dennoch lief das Band weiter. Nach gut 45 Minuten bin ich dann mal zu Air China Schalter gegangen um zu fragen ob denn noch Gepäck kommt. Der Mitarbeiter sprach so gut wie kein Englisch und sagt immer wieder dass wir warten sollen. In 20 Minuten weiß er mehr. Mittlerweile wurden auch die Mitarbeiter am Band nervös. Allerdings blieb uns Flieger und eine Maschine aus Japan an dem Gepäckband angekündigt. Es verging eine ganze Stunde bis schließlich wieder Gepäck kam. Allerdings war das wohl das Gepäck der Japaner.
Mittlerweile hatten sich einige Passagiere des Delhi Flugs zusammen getan und sind im 5Minuten Tackt im Gepäck-Büro der Air China aufgetaucht um Dampf zu machen. Es verging eine weitere Stunde bis endlich unser Gepäck auftauchte.

Zu diesem Zeitpunkt war der erste der beiden Flieger schon weg. Blieb nur noch die Hoffnung auf den zweiten. Also auf zum Domestic Schalter. Dort angekommen, hieß es erstmal anstehen, um dann am Schalter zu hören, dass die Dame nicht zuständig ist und dass am Schalter ganz links gehandelt wird. Ich hatte schon einen leicht roten Kopf, und bin dann dorthin. Nach einigen Minuten anstehen hieß es dann, dass die Dame nicht zuständig sei und wir ganz rechts zum Manager müssen. Jetzt hatte ich zum ersten mal Mord Gedanken. Ok, wieder 100m in die andere Richtung. Dort erfuhr ich dann, dass der Flug keinen Platz mehr hat und wir hier übernachten sollten. Dazu müssen wir jedoch zum Duty Manager Domestic der Air China, welcher sich wohl beim Check in auf einer anderen Ebene und in einem anderen Bereich befindet.
Ich glaube man konnte meine Adern am Hals pumpen sehen. Bis wir den gefunden hatten mussten wir weitere 2km laufen und uns an mehreren Air China Schaltern durchfragen. Nur zur Erinnerung, wir waren in der Misere, weil die Air China den Flug verbockt hatte.
Dazwischen sind wir noch beinahe einem Typen auf den Leim gegangen, welcher offiziell aussah, aber wohl nur teure Hotels vermitteln wollte. Nicht Wert darauf einzugehen.
Als wir den Manager schließlich gefunden hatten kam die Ernüchterung. Nichts zu machen, Ich komme von hier, heute nicht mehr weg. Da half auch kein Frequent Flyer Status mehr.
Einzige Möglichkeit wäre die Übernachtung im Hotel und der erste Flug am kommenden Morgen. Zähneknirschend habe ich dann zugestimmt. Übrigen auch dies ging nur, weil ich einen Übersetzer telefonisch zugeschaltet hatte. Der Mitarbeiter war nicht in der Lage verständliches Englisch zu sprechen. Ich frage mich warum die Star Alliance solche Zustände bei Ihren Partnern toleriert. Das war bis dahin nicht der Service den ich erwartet hätte.
Ich sollte dann nun am Schalter warten bis jemand vom Hotel kommt um mich abzuholen. Nach 5 mal fragen und weiteren 45 Minuten war es dann soweit. Allerdings auch nur bis zum Ausgang, wo ich dann auf alte bekannte aus meinem Flug traf. Dort war dann auch eine junge indische Mutter auf dem Weg nach Vancouver, die ihr kleines 1,5 Jahre alte Kind schon seit Ewigkeiten auf dem Arm trug. In dem Moment wurde mir klar, dass ich noch Glück hatte. Sie hatte die ganze Odyssee mit einem Kleinkind gemacht. Gleichzeitig stieg in mir die Wut hoch, war um man der Frau keine bevorzugte Behandlung gegeben hatte.
Ja ich hätte so vieles erwartet. Zum Beispiel auch, dass sich die Air China aktiv um uns gekümmert hätte. Es wär alles kein Problem gewesen, hätte uns ein Mitarbeiter abgefangen, gesagt dass es ihm Leid tut und uns entweder bei einem neuen Flug geholfen hätte oder sich aktiv um uns und das Hotel gekümmert hätte. Aber die Tatsache, dass ich jetzt hier war lag daran, dass ich mir die Gleichgültigkeit nicht gefallen lies und dass ich Druck gemacht habe.
Es war jetzt übrigens 20:00 Uhr und ich war knapp 18h unterwegs. Das Hotel selbst lag 20min vom Flughafen entfernt. Hier musste ich schon wieder Gas geben. Andernfalls hätte ich mir das Zimmer mit jemand teilen müssen. Air China zahlt wohl nur Doppelzimmer für gestrandete Gäste. Auch hier half der Frequent Flyer Status nicht wirklich. Es kostet 150RMB (ca. 20€) um ein Einzelzimmer zu bekommen. Soviel hätte ich wohl gerade mal für eine Nacht gezahlt. In meine Bett hat auf jeden Fall schon mal jemand geschlafen und die Betlaken waren nicht frisch. Ok, dann also in Klamotten schlafen…
Ich bin dann aber doch noch mal in die Lobby runter um wenigstens meiner Frau mal einen Status zu geben. Dort kamen dann auch weitere Gäste aus dem Delhi Flug und anderen Flügen an. Das Hotel scheint wohl ausschließlich für gestrandete zu sein.

Jetzt ist es etwa 2:45 Uh und ich schreibe diesen Bericht. In dem Bett kann ich nicht schlafen…. Mal sehen wie es weiter geht. Ich muss noch zweimal mit Ar China fliegen. Lieber Gott bitte lass wenigsten das gut gehen.

Teil zwei.
Mann mag es kaum glauben, aber der Flug mit Air China von Peking nach Hohhot verlief ohne Probleme. Mal abgesehen von einigen Turbulenzen für die Air China ja nichts kann.

Am 09.07 ging es dann mit CA1138 wieder zurück nach Peking. Als wir beim Check in angekommen sind, waren die Schalter noch geschlossen. Man sagte uns, dass diese ca 90min vor Abflug geöffnet werden. Wir waren dann 100 Minuten vorher am Schalter und stellten uns in die Wartende Reihe. Überraschenderweise ging es sehr schnell, so dass wir 95Minuten vor Der eigentlichen Öffnungszeit am Schalter waren. Die Dame suchte und suchte unsere Namen. Leider konnte sie uns nicht finden. Als wir das Ticket vorzeigten kam erstmal ein “ Zu früh, sie müssen sich anstellen wenn es Zeit ist“. “ Ok“ dachte ich mir, „Schauen wir doch mal auf die Uhr wie spät es ist“. Ich habe sie dann höflich gefragt, wann wir denn einchecken können. Sie meinte, 90 Minuten vor der Abflugzeit. Ich habe dann nur auf die Uhr geschaut und gemeint: „Ok, I’ll wait“. Das hat sie überfordert. Die Gäste hinter mir wurden schon ungeduldig und vorne kamen viele Worte die ich nicht verstand. Aber die 4 Minuten habe ich vor dem Schalter ausgesessen und bei erreichen der Zeit auf die Uhr gezeigt.
Ok, einen Notausgang Platz oder einen mit mehr Beinfreiheit habe ich nicht bekommen. Aber das war’s mir Wert.
Jetzt ist es 22:10 und ich Sitze gemütlich in der Air China Lounge um diese nette Anekdote über die Airline zu schreiben. Übrigens, das Essen ist aus. die ganze Küche ist leer und um an die Bar zu kommen muss man sich schon was einfallen. Aber hatte ich nach den drei Tagen etwas anderes von Air China erwartet?
Das ich wohl eher keine Flüge mehr mit Air China mache, ist wohl klar.

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